Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus - so auch bei
den Vorbereitungen der 2. Schlossparknacht in Bad Freienwalde, denn
die Mitarbeiter Schlosses und die Helfer der Stadt hatten alle Hände voll
zu tun, den historischen Schlossgarten für das "Highlight" des
Jahres herzurichten.
Am 20.08. gegen 19 Uhr war es dann soweit und der Bürgermeister der Stadt
Ralf Lehmann begrüßte bei herrlichem Wetter die weit über Tausend Besucher im Schlosspark und
unter der Moderation von Carl von Breydin eröffnete er die Veranstaltung
mit dem "symbolischen" Korkenknall einer Sektflasche.
Gleich im
Anschluss gab das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) unter
der Leitung des Dirigenten Christian Ludwig, der künstlerischer Leiter
des Kölner Kammerorchesters und Chefdirigent des Gwangju Symphony
Orchestra in Südkorea ist, ein mit Spannung erwartetes Konzert.
Hierbei kamen Werke der Romantik von Johannes Brahms, Giachino Rossini und Felix
Mendelssohn zur Aufführung und stimmten die Besucher, die auf der weiten
Rasenfläche unterhalb des Schlosses dicht an dicht auf Bänken Platz
gefunden hatten, auf die "Lichternacht" historisch durchaus
passend ein.
Im Anschluss daran gab das GlasBlasSing Quintett aus Berlin ein
schwungvolles Konzert und präsentierte neues und altes Liedgut auf
Leergut blasend und singend, garniert mit flotten Sprüchen. Zwischendurch
und auch Mittendrin konnte man sich vom Schnellzeichner Gero seine
persönliche Karikatur zeichnen lassen, konnte dem Spiel des
Bläserquartetts der Musikschule Bad Freienwalde unter der Leitung von
Landesmusikdirektor Endrik Salewski lauschen, dass an wechselnden
Standorten im Park spielte, wurde von "phantastischen Wesen" auf hohen
Stelzen umgarnt oder man konnte sich einer Führung mit Dr. Reinhard
Schmook durch das Schloss auf den Spuren von Königin Friederike Luise und
Walther Rathenau anschließen.
Aber
nicht nur an der Hauptbühne im Schlosspark konnte man Entspannung und
künstlerische Unterhaltung finden, denn auch auf der kleinen Bühne neben
dem Eingang zum Schloss boten Tobias Morgenstern auf dem Akkordeon,
begleitet von Gitarre und Schlagzeug, ein abwechslungsreiches virtuoses Programm von
Jazz bis hin zu Lateinamerikanischen Tänzen.
Ein besonderes Highlight war die Filmpremiere "Von kommenden Dingen -
Walther Rathenau in Bad Freienwalde", die im Teehäuschen um
20:30 Uhr im Beisein des Buchautors und Regisseurs Prof. Eberhard
Görner stattfand. Die Dreharbeiten zu diesem Film wurden im Schloss
Freienwalde, Berlin, Rapallo (Italien) und Bussum (Holland) gemacht. Auf
Grund des großen Andrangs zur Filmvorführung und des begrenzten Raumes
im Teehäuschen wurde die Vorführung in drei Veranstaltungen am Abend
aufgeteilt.
Alle Veranstaltungen im Park wurden dezent mit wechselnden Farben am
Schloss, am Gärtnerhaus und sogar im Wald bis hin zum Apothekerberg mit
Lichtshows in Szene gesetzt. Die Mischung aus Klassik und Moderne,
Entspannung und Kunstgenuss, Wirklichkeit und Illusion durch Licht und
Farben, historisches Gedenken und gegenwärtige Lebensart mit einer Prise
Lebensfreude machen den Reiz dieser besonderen Veranstaltung im
Schlosspark aus. Es zeigt sich, dass man mit dieser Art, etwas anderen
Großveranstaltung einen sensiblen Nerv getroffen hat und man damit sehr
viele Menschen erreichen und ansprechen kann. Und wie diese Schlossnacht
in Bad Freienwalde zeigt, wird dieses Angebot von einem breitgefächerten Publikum
sehr gerne angenommen.
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