Archiv - August 2011
Neues und Wissenswertes
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20.08.2011 - 2. Bad Freienwalder Schlossparknacht
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus - so auch bei den Vorbereitungen der 2. Schlossparknacht in Bad Freienwalde, denn die Mitarbeiter Schlosses und die Helfer der Stadt hatten alle Hände voll zu tun, den historischen Schlossgarten für das "Highlight" des Jahres herzurichten.
symbolischer Korkenknall Am 20.08. gegen 19 Uhr war es dann soweit und der Bürgermeister der Stadt Ralf Lehmann begrüßte bei herrlichem Wetter die weit über Tausend Besucher im Schlosspark und unter der Moderation von Carl von Breydin eröffnete er die Veranstaltung mit dem "symbolischen" Korkenknall einer Sektflasche.
Gleich im Anschluss gab das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) unter der Leitung des Dirigenten Christian Ludwig, der künstlerischer Leiter des Kölner Kammerorchesters und Chefdirigent des Gwangju Symphony Orchestra in Südkorea ist, ein mit Spannung erwartetes Konzert. Konzert im ParkHierbei kamen Werke der Romantik von Johannes Brahms, Giachino Rossini und Felix Mendelssohn zur Aufführung und stimmten die Besucher, die auf der weiten Rasenfläche unterhalb des Schlosses dicht an dicht auf Bänken Platz gefunden hatten, auf die "Lichternacht" historisch durchaus passend ein.
Im Anschluss daran gab das GlasBlasSing Quintett aus Berlin ein schwungvolles Konzert und präsentierte neues und altes Liedgut auf Leergut blasend und singend, garniert mit flotten Sprüchen. Zwischendurch und auch Mittendrin konnte man sich vom Schnellzeichner Gero seine persönliche Karikatur zeichnen lassen, konnte dem Spiel des Bläserquartetts der Musikschule Bad Freienwalde unter der Leitung von Landesmusikdirektor Endrik Salewski lauschen, dass an wechselnden Standorten im Park spielte, wurde von "phantastischen Wesen" auf hohen Stelzen umgarnt oder man konnte sich einer Führung mit Dr. Reinhard Schmook durch das Schloss auf den Spuren von Königin Friederike Luise und Walther Rathenau anschließen.
virtuoses AkkordeonAber nicht nur an der Hauptbühne im Schlosspark konnte man Entspannung und künstlerische Unterhaltung finden, denn auch auf der kleinen Bühne neben dem Eingang zum Schloss boten Tobias Morgenstern auf dem Akkordeon, begleitet von Gitarre und Schlagzeug, ein abwechslungsreiches virtuoses Programm von Jazz bis hin zu Lateinamerikanischen Tänzen.
Ein besonderes Highlight war die Filmpremiere "Von kommenden Dingen - Walther Rathenau in Bad Freienwalde", die im Teehäuschen um 20:30 Uhr im Beisein des Buchautors und Regisseurs Prof. Eberhard Görner stattfand. Die Dreharbeiten zu diesem Film wurden im Schloss Freienwalde, Berlin, Rapallo (Italien) und Bussum (Holland) gemacht. Auf Grund des großen Andrangs zur Filmvorführung und des begrenzten Raumes im Teehäuschen wurde die Vorführung in drei Veranstaltungen am Abend aufgeteilt.

Alle Veranstaltungen im Park wurden dezent mit wechselnden Farben am Schloss, am Gärtnerhaus und sogar im Wald bis hin zum Apothekerberg mit Lichtshows in Szene gesetzt. Die Mischung aus Klassik und Moderne, Entspannung und Kunstgenuss, Wirklichkeit und Illusion durch Licht und Farben, historisches Gedenken und gegenwärtige Lebensart mit einer Prise Lebensfreude machen den Reiz dieser besonderen Veranstaltung im Schlosspark aus. Es zeigt sich, dass man mit dieser Art, etwas anderen Großveranstaltung einen sensiblen Nerv getroffen hat und man damit sehr viele Menschen erreichen und ansprechen kann. Und wie diese Schlossnacht in Bad Freienwalde zeigt, wird dieses Angebot von einem breitgefächerten Publikum sehr gerne angenommen.
Teehaus Springbrunnen Schloss1 Schloss2
Bildergalerie
Text und Bilder: H. Lauter
 
04.08.2011 - Ungewöhnlich "wilde" Parkbesucher
kämpfende Rehböcke Der Mitarbeiter des Schlossparks R. Schmidt staunte heute Vormittag nicht schlecht, als sich zwei streitende Rehböcke bis auf etwa zehn Meter an seinen Arbeitsort am Weg dicht an der viel befahrenen Bundesstraße 158 heran "kämpften". Sie waren so mit ihrer Auseinandersetzung beschäftigt, dass sie den Menschen in ihrer Nähe und den fließenden Verkehr nicht wahrgenommen haben. Geistesgegenwärtig nahm der Kollege sein Fotohandy und machte diesen Schnappschuss. Erst als er lautstark auf sich aufmerksam gemacht hatte, sind die beiden Streitböcke in den nahen Wald verschwunden.

Dies zeigt einmal mehr, dass durch die fließenden Grenzen des Schlossparks zum angrenzenden weitläufigen Wald ein Zusammentreffen mit den eigentlich scheuen Waldtieren durchaus vorkommen kann. Aufmerksame Besucher haben schon des Öfteren zu bestimmten Jahreszeiten einen regen Wildwechsel im Park beobachtet, der auch über die nahe Bundesstraße führt. So werden im Herbst die sogenannten "Laubkippen" regelmäßig von Wildschweinen und anderen nach Bucheckern, Kastanien und Eicheln suchenden Waldtieren besucht. Diese sind aber meist so scheu, dass die Parkbesucher sie kaum zu Gesicht bekommen.
Die hautnahe Begegnung mit den brunftigen Rehböcken war heute sicherlich eine Ausnahme.
Foto: R. Schmidt, Text: H. Lauter
 
 
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