Vor einem Jahr bot sich für die Albert Heyde Stiftung die
Möglichkeit, vom Bildhauer Roland Rother in Wilmersdorf bei Fürstenwalde
das Gipsmodel des Neutrebbiner Friedrich-Denkmals zu erwerben. Die Plastik
wurde 1993 nach alten Fotos vom Künstler neu modelliert. In Lauchhammer
wurde sie in Bronze gegossen und 1994 an der Stelle des 1952 zerstörten,
vom Berliner Bildhauer Heinrich Wefing 1904 geschaffenen Denkmals neu
aufgestellt. Irgendwann wäre das Gipsmodell, das in Teile zerlegt schon
15 Jahre in der Werkstatt Roland Rothers verstaubte, entsorgt worden.
Dazu wollten es alle Beteiligten nicht kommen lassen. Am 3. August 2010 ist
unter freundlicher Mitwirkung der Firmen Jendritzki und Jagdmann in Bad
Freienwalde sowie des Bildhauers selbst die schwierige Überführung und
Aufstellung der Plastik im Oderlandmuseum gelungen. Das Projekt konnte nur
realisiert werden, weil es von Privatpersonen finanziell unterstützt
wurde.
Im
Rahmen des Bad Freienwalder Altstadtfestes wurde dieses Denkmal unter
Beisein des Bildhauers, der privaten Spender, einer offiziellen Delegation
aus Neutrebbin und weiterer namhafter Gäste im Oderland eingeweiht und
seiner Bestimmung übergeben. In seiner Rede würdigte der Leiter des
Oderlandmuseums Dr. Reinhard Schmook nochmals die Leistung Friedrichs des
Großen, König von Preußen und Kürfürst von Brandenburg, der in der
Zeit bis 1762 die Trockenlegung des Oderbruch veranlasste und somit die
Besiedelung dieser Region in Gang setzte. Dieses Denkmal soll den Geist
dieser Leistung und in unsere Zeit tragen und Symbol für den
verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen dieser
gestalteten Landschaft sein.
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