Archiv - Juli 2010
Neues und Wissenswertes
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22.07.2010 - Neuer Aussichtspunkt geschaffen
In der Dankesrede Bernd Mossners, der Enkel von Walther Rathenaus Schwester Edith Andreae, bei der feierlichen Eröffnung des renovierten Theaterpavillons (Teehaus) am 09.05.10 wurde die Wiederherstellung der ursprünglich vorhandenen Aussichtsnischen im Park, wie sie zu Königin Friederike Luises Zeiten an den verschlungenen Wegen an vielen Stellen vorhanden waren, angeregt.
Bank mit Feldsteinhalbrund Also machten sich die Mitarbeiter im Schlosspark auf die Suche und wurden an verschiedenen Stellen fündig, wo man solche Nischen vermuten konnte in denen früher kleine Hütten aus Holz, Laub oder Borke standen. An diesen Stellen wurden viele Feldsteine gefunden, die Strukturen für die Befestigungen des Erdreiches für diese Hütten vermuten ließen. In Anlehnung an diese ursprünglich im Park weitverbreiteten "Liebeslauben" wurde jetzt damit begonnen, diese Standorte als Aussichtspunkte neu zu gestalten.
Aussicht über das Teehäuschen Oberhalb des Teehäuschen wurde am heutigen Tage ein erster neuer und markanter Aussichtspunkt fertiggestellt, der mit an dieser Stelle gefundenen Feldsteinen befestigt und mit einer neuen natürlichen Bank versehen wurde.

Von hier hat der Besucher des Schlossparks einen weiten Ausblick über das Dach des Teehäuschen in das niedere Oderbruch.
Text und Bild: H. Lauter
21.07.2010 - Skelettfund am Teehäuschen
In unserm Alltagsleben werden wir auf mancherlei Weise mit der Vergangenheit konfrontiert. Manchmal sind es mehr oder weniger angenehme Erinnerungen oder gar ein schon länger zurück liegendes ungelöstes Problem, das einen immer wieder Sorgen bereitet. Auch der Erdboden gibt gelegentlich Dinge frei, die vor unterschiedlich langen Zeiten unter die Erde gekommen sind.
Skelettfund Einem solchen Fund standen Anfang dieser Woche unvermittelt die beiden Schlossmitarbeiter Herbert Lauter und Andy Sikatzki gegenüber. Beim Ausbessern des Weges, der links vom Teehäuschen auf den Hang führt, kamen plötzlich menschliche Knochen zum Vorschein. An dieser Stelle war so etwas nicht zu vermuten, so dass das Rätselraten über den Grund begann, hier einen Menschen zu begraben. In solchen Fällen sollte man zunächst die Polizei benachrichtigen, was auch umgehend geschah. Frau Laue von der Bad Freienwalder Polizeiwache schickte zunächst zwei Kollegen und verständigte den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Am Dienstagnachmittag kam Joachim Kozlowski, Nachfolger des verdienstvollen Volksbund-Umbetters Erwin Kowalke, in Begleitung von Frau Kowalke zu uns, um der Sache auf den Grund zu gehen. Nach dem Zustand der Gebeine zu urteilen, die ganz knapp unter der Erdoberfläche lagen, sind sie erst einige Jahrzehnte alt. Da im Bad Freienwalder Stadtgebiet im April 1945 keine direkten Kampfhandlungen stattgefunden haben, handelt es sich wohl nicht um die Überreste eines gefallenen Soldaten. Gleichwohl liegt die Vermutung nahe, dass es sich trotzdem um ein Kriegsopfer handelt. Möglich wäre, dass der Tote zu einem der Trecks gehörte, die sich 1945 entlang der Berliner Straße gen Westen bewegten. Wenn jemand auf der entbehrungsreichen Flucht verstarb, legte man ihn oft einfach in den Straßengraben oder wie an dieser Stelle in den Schlosspark. Als man den Toten später fand, musste er irgendwie unter die Erde gebracht werden.

Das alles kann man nur vermuten. Es handelt sich um einen männlichen Toten, bei dem keine Kleidungs- oder Ausrüstungsreste gefunden wurden. Herr Kozlowski hat die Fundstelle dokumentiert und die Gebeine des nicht mehr vollständigen Skeletts, bei dem u.a. der Schädel fehlte, geborgen. Wie so viele unbekannte Kriegstote werden diese sterblichen Überreste in einem kleinen Pappsarkophag auf der Lietzener Kriegsgräberstätte zur letzten Ruhe gebettet.
Text: Dr. Reinhard Schmook, Bild: H. Lauter
09.07.2010 - Schloss-Ensemble als Denkmal des Monats ausgezeichnet
Der neu renovierte Theaterpavillon der Königin Friederike Luise (genannt Teehäuschen) bot den würdigen Rahmen für die Auszeichnung des gesamten Schloss-Ensembles zum 130. Denkmal des Monats der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.
Feierstunde -Bürgermeister LehmannIn der Feierstunde, zu der viele namhafte Gäste geladen waren, wie der Vorsitzende der Freunde des Schlosses Hinrich Enderlein und der Geschäftsführer der Kultur GmbH Gerd-Ulrich Herrmann, würdigte der Bürgermeister der Stadt Bad Freienwalde u.a. die Leistungen, die seit 2002 mit der schrittweisen Renovierung der drei Gebäude im Schlosspark vollbracht wurden. Der Schlosskastellan Dr. Reinhard Schmook verdeutlichte in seinem Vortrag noch einmal die geschichtliche Entwicklung und die Bedeutung des "Teehäuschens" in Zusammenhang mit der Entstehung der gesamten Schlossanlage mit Schloss, Gärtnerhaus und des Parks bis hin zur heutigen Zeit.
Urkunde und PlaketteÜberreicht wurde die Urkunde mit der Plakette vom Altlandsberger Bürgermeister Arno Jaeschke an Dr. Reinhard Schmook.
Dem Anlass entsprechend wurde die Feierstunde durch das Salon-Trio des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde musikalisch umrahmt.
Im Anschluss an diese Veranstaltung hatten die Gäste die Gelegenheit, sich die verschiedenen Details des Teehäuschen und auch das Schloss in der Gesamtheit durch den Kastellan Dr. Schmook zeigen und erklären zu lassen.
Bildergalerie
Text und Bild: H. Lauter
09.07.2010 - Luisen-Eiche wieder mit Rundbank
Sponsoren der RundbankZwei gebürtige Freienwalderinnen, die nach über Fünfzig Jahren wieder unsere Stadt und den Park besuchten stellten fest, dass die uralte Eiche vor dem Haupteingang des Schlosses keine Rundbank mehr hat auf der sie in ihrer Jugend oft mit ihren Eltern und Ureltern saßen. Also fassten sie den Entschluss eine neue Bank zu finanzieren und setzten sich mit Dr. Schmook (dem Schlosskastellan) in Verbindung der wiederum Kontakte zur JVA in Wriezen knüpfte. Dort wurde die Bank nach dem Muster einer alten Fotografie originalgetreu nachgebaut.
Nach dem die Mitarbeiter des Parks im Vorfeld den Boden rund um die Eiche eingeebnet hatten, konnte dann heute die neue Bank aufgestellt, verleimt und befestigt werden. Natürlich nicht ohne ein Foto von den beiden Sponsoren dieser schönen Bank zu machen.
Text und Bild: H. Lauter
 
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